Saeta

Die Saeta gehört zu der Gruppe der Toná. Ihre Texte sind wie die der Toná ausschließlich religiöser Natur. Sie wird nur in einem bestimmten Zeitraum, nämlich in der Karwoche, der Semena Santa, gesungen. Der Name Saeta soll soviel wie Pfeil bedeuten.

 

Seguidilla

Die Seguidilla ist ein sehr alter Volkstanz mit Gesang. Aufzeichnungen zeigen, dass er bereits im 17. Jahrhundert zu dem Repertoire der Gitanos gehört haben muss. Aus dem Namen leitet sich die Siguiriya ab, die sich jedoch grundlegend von der Sevillana unterscheidet, obwohl diese sich scheinbar aus der Seguidilla entwickelt hat.

 

Serrana

Ein vom Rhythmus ähnlich der Siguiriya aufgebauter Gesang, der jedoch von der Melodie nichts mit der Siguiriya gemeinsam hat, hier erinnert der Gesang, dessen Texte oft das Leben der Schmuggler und Bergbewohner beschreiben, eher an die Livina.

 

Sevillana

Die Sevillana hat sich aus der alten Segiudilla entwickelt, einem Volkstanz mit Gesang, den die Gitanos bereits im 17. Jahrhundert in ihr Repertoire aufgenommen haben. Die Sevillana, ursprünglich ein Tanz im ¾-Takt, erfreut sich zunehmender Beliebtheit, sodass sie sich ständig weiterentwickelt und ihre metrische und musikalische Struktur ändert.

 

Siguiriya

Ursprünglich wurde die Siguiriya, ein stark von den Gitanos beeinflusster Stil, nicht getanzt. Erst Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde sie für den Baile flamenco entdeckt. Etwa 25 Jahre später wurden bei diesem Tanz erstmalig die Kastagnetten eingesetzt, die weniger mit dem Flamenco, als mit der andalusischen Folklore zu tun haben. Heute ist die Siguiriya nicht mehr von den Bühnen wegzudenken und zählt zu dem Grundrepertoire des Flamencotanzes.

 

Soléa

Die Soléa gehört zu den wichtigsten der Flamencotänze. Sie gilt als typischer Frauentanz und wird zumeist mit der Bata de cola, einem langen Schleppenkleid, getanzt. Es heißt, sie wäre im 19. Jahrhundert das erste Mal von Rosario Monje getanzt worden. Die Soléa erreichte gegen Ende des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt, bevor sie in den 30er Jahren für lange Zeit von den Bühnen verschwand und beinahe in ganz Vergessenheit geriet.

 

Son

Eigentlich synonym mit Compás gebraucht, jedoch bezeichnet Son das abwechselnde rhythmische Schlagen mit der flachen und der holen Hand auf einen Tisch (son a gople) oder das Stampfen mit einem Fuß auf dem Boden. Der wohl gebräuchlichste Son aber ist das Händeklatschen (son de palmas).

 

Syllabisch

Aufbau beim Gesang, bei dem auf jeden Ton der Melodie eine Textsilbe fällt.