Eine schnelle Wiederholung eines b-Lautes: Durch die Vibration wird ein Klang erzeugt, der einem Vibrato ähnelt.
Bailaor/Bailaora
Flamenco- oder Volkstänzer/in, im Unterscheid zu Bailarin/a, womit der Balletttänzer bzw. die Balletttänzerin bezeichnet werden.
Flamenco- oder Volkstanz, im Unterschied zum Danza, dem Balletttanz. Einer älteren Gliederung nach wird der Baile in Baile grande, Baile intermedio und Baile chico eingeteilt. Diese Gliederung jedoch gilt inzwischen als überholt, da es meist von der Interpretation der Bailaor(a)s abhängt, zu welcher Kategorie der Tanz zuzuordnen ist.
Ein auf Festen vorgetragener Gesang, wenn die Mädchen auf großen Schaukeln (Bambas) hin und her schwingen.
Langes Schleppenkleid, das die Bailaoras bei einigen Tänzen tragen.
Ein spanischer Tanz im ¾-Takt, der in artifizierter Form Weltruhm durch Maurice Ravel erlangte. Der spanische Tanz entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Cadiz und unterscheidet sich von dem gleichnamigen kubanischen Tanz, der eine gerade Taktzahl hat und etwa 100 Jahre später entstand.
Tanzschulen, die insbesondere Mitte des 19. Jahrhunderts in Spanien aus dem Boden schossen. Hier wurden insbesondere Modetänze gelehrt, die unter dem Einfluss des klassischen Tanzes entstanden waren. Über den Umweg der Boleroschulen, der Cafés Cantates und der Opera flamenca kam der Flamenco auf die großen Bühnen dieser Welt.
Die für einige Arten des Flamencos typischen Armbewegungen der Bailaoras. Bei den Männern waren sie als weibisches Attribut lange Zeit verpönt. Inzwischen sieht man die Braceos auch bei den Bailaors.
Unter den Bailes flamenco wird die Buleria heute am häufigsten getanzt. Bei Flamencoveranstaltungen wird sie oft als krönender Abschluss zum Finale gespielt. Die Bailaores und Bailaoras tanzen zu der Buleria kleinere Solos während die Anderen die Tänzer durch Jaleos (aufmunternde Zurufe) und Palmas (rhythmisches Klatschen) anfeuern. Burleske (Buleria soll sich sich von Spaß machen ableiten) und akrobatische Einlagen prägen die kurzen Soloparts der Tänzer. Während der Bulerias weicht die ganze Schwere und Ernsthaftigkeit einer für den Flamenco eher untypischen Ausgelassenheit.