A capella

Seit dem 19. Jahrhundert: Gesang ohne Begleitung durch Instrumente. Ursprünglich bedeutete "a capella" streng kontrapunktischer Chorgesang nach dem Vorbild der niederländischen Vokalpolyphonie aus der Renaissancezeit (prima pratica), später mit dem Palestrina-Stil gleichgesetzt, wobei durchaus Instrumente zur Verstärkung einzelner Stimmen hinzutreten konnten. Mit Cappella ist die päpstliche Kapelle in Rom gemeint (Cappella Sistina), deren polyphoner Chorgesang lange Zeit stilbildende Vorbildfunktion für ideale Kirchenmusik besaß. Seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert (Gabrieli) war "a cappella" eine Besetzungsvorschrift für Chor-Tutti, d. h. für vollen Choreinsatz im Unterschied zum solistischem Gesang, analog zur Rollenverteilung von Solistengruppe und Orchester-Tutti beim instrumentalen "Concerto grosso".

 

A palo seco

Ohne instrumentelle Begleitung vorgetragene Flamenco-Gesänge.

 

Affillá

Eine Stimme, die ausgesprochen rau und „gitanohaft“ klingt. Man sagt, dass Francisco Ortega (El Filio), nach dem diese Klangfarbe der Stimme benannt wurde, eine solch raue Stimme hatte.

 

Aflamenco, aflamenca

Bedeutet so viel wie: vom Flamenco beeinflusst. Gemeint sind hier Gesänge oder ein Lieder, die nach Art und Weise des Flamenco gesungen oder gespielt werden.

 

Alegria

Die Alegria ist der festliche Tanz unter den Bailes flamenco. Sie ist im Prinzip wie Soléa ein typisch weiblicher Tanz, der aber mit einer stärkeren Betonung auf den Zapateados - der perkussionsartig trommelnden Fußtechnik - immer wieder auch von Männern getanzt wird.   

 

Arte

Allgemein die Kunst, im Flamenco aber ist Arte ein Kompliment für die Originalität und die Eleganz in Tanz und Ausdruck

  

„Ay“:

Mit diesem Ausruf werden viele Gesänge im Flamenco eingeleitet. Zumeist dient er dem Sänger, den richtigen Ton zu finden („ay“ de temple)