Der Baile chico ist, obwohl er leicht und heiter erscheint, ein durchaus „erhabener“ Stil, die Tänze werden voll Anmut und Grazie getanzt. Lassen es die Tänzer an diesen Attributen mangeln, so wirken die Tänze des Baile Chico eher lächerlich. Trotz Anmut und Grazie wird der Baile chico nicht selten auf humorvolle Weise interpretiert, ohne ihn jedoch dabei ins Lächerliche zu ziehen.

1 Die Buleria

Unter den Bailes flamenco wird die Buleria am häufigsten getanzt. Bei Flamencoveranstaltungen wird sie oft als krönender Abschluss zum Finale gespielt. Die Bailaores und Bailaoras tanzen zu der Buleria kleinere Solos während die Anderen die Tänzer durch Jaleos (aufmunternde Zurufe) und Palmas (rhythmisches Klatschen) anfeuern. Burleske (“Buleria soll sich sich von Spaß machen ableiten) und akrobatische Einlagen prägen die kurzen Soloparts der Tänzer. Während der Buleria weicht die ganze Schwere und Ernsthaftigkeit einer für den Flamenco eher untypischen Ausgelassenheit.

2 Die Farruca

Sie zählt unter den Bailes chico eher zu den ernsteren Tänzen. Sie war – wie die ausgeprägten Zapateados zeigten – ein Männertanz. Heute wird die Farruca auch von Frauen getanzt, die jedoch in Männerhosen auftreten. Die Wurzeln dieses Tanzes reichen zurück bis in das 19. Jahrhundert, aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Farruca stilisiert und so zu einem eigenen Stil des Flamencos ausgebaut.

Die Flamencotänze

Übersicht

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