3 Siguiriya
Die Siguiriya zieht ihre Kraft aus ihrem fremdartigen Rhythmus. Wie beinahe alle Cante wird ihr Compás in zwölf Schlägen gezählt. Die Betonung, d.h. der Akzent, liegt jeweils auf dem ersten, dritten, fünften, achten und elften Schlag (1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12), was für uns recht ungewohnt klingt. Die Gesang der Siguiriya ist durchdrungen von intensiver Wut und abgrundtiefer Trauer. Sie erfordert von dem Cantaor oder der Cantaora, dass er oder sie eine enge Beziehung mit dem Duende eingeht. Es ist verständlich, dass ein derartig tiefgreifender Gesang voller Emotion früher nicht getanzt wurde, da der Tanz als Showmittel angesehen wurde. Wird die Siguiriya dennoch getanzt, dann verlangt sie dem Bailaor oder der Bailaora nicht weniger ab als dem Cantaor. Nicht das technische Können des Tänzers sollte bei der Siguiriya im Vordergrund stehen, sondern der Ausdruck tiefer Gefühle.

 

Inhalt:

Die Ursprünge

Der Aufbau

Cante Aflamenco
Petenera
Guajira
Fandango

Cante Flamenco
Alegrias

Alborea
Buleria
Tangos
Tiento
Tanguillos

Cante Jondo
Taranta
Soléa
Siguiriya
Tona mit Martinete, Saeta und Debla