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Siguiriya
Die Siguiriya zieht ihre Kraft aus ihrem fremdartigen Rhythmus. Wie
beinahe alle Cante wird ihr Compás in zwölf Schlägen gezählt. Die
Betonung, d.h. der Akzent, liegt jeweils auf dem ersten, dritten, fünften,
achten und elften Schlag (1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12), was für uns recht
ungewohnt klingt. Die Gesang der Siguiriya ist durchdrungen von intensiver
Wut und abgrundtiefer Trauer. Sie erfordert von dem Cantaor oder der
Cantaora, dass er oder sie eine enge Beziehung mit dem Duende
eingeht. Es ist verständlich, dass ein derartig tiefgreifender Gesang
voller Emotion früher nicht getanzt wurde, da der Tanz als Showmittel
angesehen wurde. Wird die Siguiriya dennoch getanzt, dann verlangt sie dem
Bailaor oder der Bailaora nicht weniger ab als dem Cantaor. Nicht das
technische Können des Tänzers sollte bei der Siguiriya im Vordergrund
stehen, sondern der Ausdruck tiefer Gefühle. |
Inhalt:
Die Ursprünge
Der Aufbau
Cante Aflamenco
Petenera
Guajira
Fandango
Cante
Flamenco
Alegrias
Alborea
Buleria
Tangos
Tiento
Tanguillos
Cante Jondo
Taranta
Soléa
Siguiriya
Tona mit Martinete, Saeta und
Debla
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