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... traten nun die Gitanos auf und boten ihren Flamenco - meist gegen gute Bezahlung - dar. Dennoch war der Flamenco auch in den Juergas niemals nur reine Darbietung vor einem konsumierenden Publikum, sondern immer auch Improvisation und Interaktion aller Anwesenden: Jeder Beteiligte einer Juerga trug seinen Teil zum Flamenco bei, entweder durch rhythmisches Klatschen (Palmas) oder durch (zustimmende) Zwischenrufe (Jaleos). Bald aber entdeckte auch die breite Masse die Faszination, die der Flamenco ausübte. Es entstanden vielerorts so genannte Café Cantates, wo die Sänger (Cantaores) vor einem auf Amüsement bedachten Publikum auftraten und eine “artifizierte” Form des Flamencos darboten. Über die Café Cantates trat der Flamenco - und hier insbesondere der Baile - seinen Weg auf die Bühnen der Theater an, er wurde zunehmend stilisiert und choreographiert, was ihm seine ursprüngliche Eigenschaft, spontaner Ausdruck tiefer Gefühle zu sein, raubte und ihn bis hin zum Kitsch oder zur reinen Staffage degradierte. Andererseits führte die Verbreitung des Flamencos dazu, dass Flamencokünstler (Flamencos) die Lebensart des improvisierten und spontanen Flamencos ... |
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